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Pfarrchronik Leopoldau

Am 12. Jänner 1485 wurde die Pfarre Leopoldau von der Mutterpfarre Kagran abgetrennt nachdem im Jahr 1489 Kagran und Leopoldau durch einen breiten Wasserstrom, entstanden durch eine Überschwemmung, vermeintlich für immer getrennt wurden. Die Kapelle, gestiftet von Leopold III., wurde zur Pfarrkirche ernannt. Die neue Pfarrkirche erhielt das Patrozinium "Maria im Elend" oder "Maria auf der Flucht nach Ägypten".
Der erste Pfarrer von Leopoldau war Martin Gaunersdorfer, der kein eigenes Einkommen hatte. Dadurch fand sich nach seinem Verschwinden kein neuer Pfarrer. Leopoldau mußte sich einen Pfarrer mit Langenzersdorf teilen.
Um die Wende zum 17. Jhdt. zeichnete sich auch in Leopoldau eine starke Strömung der Katholiken in Richtung des evangelischen Glaubens ab. Engagierte Prediger und Förderung durch den Grundherren im benachbarten Kagran zogen weite Kreise im westlichen Marchfeld an.
Ab dem 17. Jahrhundert fand mit der Gegenreformation eine "Aufwärtsentwicklung" statt. Nach dem Großbrand 1773 ließ die Pfarrgemeinde jährlich, am Sonntag nach Christi Himmelfahrt, in der Kirche ein Bittamt abhalten: "Der Ort möge von neuerlichem, ähnlichem Unglück verschont bleiben." Diese Messen wurden bis 1869 abgehalten.
Durch die Lage abseits der Hauptverkehrslinien blieb die Pfarre Leopoldau von weiteren Schäden (die Zerstörungen der Franzosen hatten viele andere Kirchen der Umgebung schwer in Mitleidenschaft gezogen) weitgehend verschont, dadurch konnte die Pfarrgemeinde ihrem Gotteshaus größer ausstatten (neue Kuppel, neue Glocke, neue Friedhofsmauer, etc.). Die Leopoldauer Pfarrkirche ist heute eines der bedeutensten Kulturdenkmäler des 21. Bezirkes. In den Jahren 1896-98 wurde die Kirche generalsaniert.
1920 kam es zur Gründung der KFO ("Katholische Frauenorganisation"). 1921 wurde die Glocke der Kirche, die im Weltkrieg abmontiert worden war, wieder montiert. 1924 wurde die Kirche neuerlich renoviert. Anfang 1930 fanden "Exerzitienvorträge für Frauen und Jungfrauen" in Leopoldau statt.
Die gut erhaltene Dorfstruktur und eine rührige Pfarrgemeinde sorgen für ein gelebtes Pfarrleben, welches mit dem alljährlichen "Leopoldauer Erntedank" mit Feldmesse, Umzug und Feier im Pfarrhof seinen fixen Bestandteil im Veranstaltungsreigen des Bezirkes hat.

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© Floridsdorf.NET Mittwoch , 26. April 2017